Schulfach Humanistische Lebenskunde

Willkommen auf der Homepage von Lebenskunde

Lebenskunde ist ein freiwilliges Unterrichtsfach ohne Zensuren. Es wird an Berliner Schulen und seit dem Schuljahr 2007/08 ebenfalls an Brandenburger Schulen gleichberechtigt neben dem Religionsunterricht angeboten. Von weiteren Humanistischen Landesverbänden ist die Einführung von Lebenskunde geplant.


Grundlagen des Lebenskundeunterrichts sind Erkenntnisse über die Natur und die Gesellschaft sowie Lebensregeln, die auf weltlich-humanistischen Traditionen beruhen. Im Mittelpunkt stehen Verantwortung, Selbstbestimmung und Toleranz.

 

Positionieren ohne zu stigmatisieren

Humanistische Positionen angesichts gegenwärtiger Bedrohungen der offenen Gesellschaft

Fachtagung der Humanistischen Lebenskunde Berlin-Brandenburg am 15.Dezember 2016

Die deutsche Gesellschaft befindet sich im Umbruch und spiegelt zunehmend die Migration der letzten Jahrzehnte wider. In der Folge der größeren kulturellen Vielfalt fordern neue Interessengruppen ihren Platz ein. Zeitgleich ist eine stärker werdende Gegenbewegung zu beobachten, die auf populistischen, oft gar rechtsextremen Positionen fußt, und demokratische Grundrechte ostentativ in Frage stellt. Aber auch gläubige Menschen lehnen mitunter eine freiheitliche, auf Selbstbestimmung und Gleichheit ausgelegte Gesellschaft vehement ab, und begründen dies mit einer extremistischen Auslegung ihrer Religion.
Diese Entwicklungen, die die offene Gesellschaft bedrohen, stellen für Humanistinnen und Humanisten eine zunehmende Herausforderung dar. Die daraus resultierenden Spannungen und Konflikte fordern uns nicht nur in Alltag und Politik heraus, sie werden auch in unseren Lebenskunde-Unterricht hineingetragen. Wie können wir angesichts dieser Herausforderungen eine humanistische Position einnehmen und verteidigen, ohne in einer falsch verstandenen Toleranz Errungenschaften einer pluralistischen Demokratie leichtfertig aufzugeben? Oder laufen wir im Zuge dessen Gefahr, selbst populistischer zu agieren und dabei Toleranz und Selbstbestimmungsrechte über Bord zu werfen?

Weitere Informationen:

Anmeldung beim Sekretariat Lebenskunde, Mandy Jirkowsky.
Mail: m.jirkowsky@hvd-bb.de
Tel.: 613 904 60


Was passiert im Unterricht?

Lebenskunde FilmLebenskunde orientiert sich an den Erfahrungen, Gefühlen und der Gedankenwelt der Schülerinnen und Schüler. Ihre Lust, die Umwelt und sich selbst zu erleben, sowie ihre Fragen nach dem Sinn des Lebens prägen den Unterricht. Lebenskunde knüpft an das in anderen Fächern erworbene Wissen an. Die Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, über sich selbst und die Welt nachzudenken und Standpunkte aus nicht-religiöser, humanistischer Sicht zu entwickeln. Dabei lernen sie auch Gedanken anderer Religionen und Weltanschauungen kennen, denen sie im Alltag begegnen oder die weltweit bedeutsam sind.

Anhand von fünf Beispielen zeigt ein Film Szenen und Reflexionen aus dem Unterrichtsalltag:

Wer kann teilnehmen?

Der Lebenskundeunterricht ist für alle Schülerinnen und Schüler offen. Grußkarte herunterladen (jpg, 121 KB)Voraussetzung ist eine schriftliche Anmeldung. In der Regel wird Lebenskunde in allen Schuljahren mit zwei Wochenstunden erteilt. Gegenwärtig kann dieses Fach noch nicht an allen Schulen angeboten werden. Der Humanistische Verband setzt sich deshalb gemeinsam mit Eltern für die Finanzierung weiterer Lehrkräfte ein.

Wer ist für den Lebenskundeunterricht verantwortlich?

Für die Durchführung und Gestaltung des Weltanschauungsunterrichts Lebenskunde ist der Humanistische Verband Deutschland, Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. verantwortlich. Er qualifiziert die Lehrkräfte, erteilen den Lehrauftrag und üben die Fach- und Dienstaufsicht aus.

"Werte erfahren – Leben gestalten"
Humanistische Lebenskunde

Bereich Lebenskunde

Wallstr. 61-65
10179 Berlin


BVG-Routenplaner

Tel. 030-613 904 60
Fax 030-613 904 52

Kontonummer:
Humanistischer Verband Deutschlands,
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00,
Konto Nr. 3 136 400

 




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Kinder machen „Fit für Kinderrechte“

„Fit für Kinderrechte“ heißt es am Donnerstag, den 26. März von 9-13 Uhr im Nachbarschaftshaus Urbanstraße, wo etwa 150 Schüler_innen aus dem Humanistischen Lebenskundeunterricht der 4. und 5. Klassen in Berlin zusammenkommen und ihre Kinderrechtsaktivitäten und -initiativen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren. mehr...

21. März 2009